Zielgruppen und Kinesiologie als Beruf

reflexpunkte_kinesiologieDer Beruf des/der „Kinesiologen/in“ bzw. „Begleitend arbeitende/n Kinesiologen/in“ ist nicht geschützt und nicht staatlich anerkannt.

Kinesiologie (gemeint ist hier die Angewandte Kin.) ist ein Überbegriff für verschiedene Methoden, die gemeinsam den kinesiologischen Muskeltest verwenden, sich ansonsten sowohl vom Anwendungsgebiet, wie auch von den Techniken und Vorgehensweisen her gesehen, stark unterscheiden können. Es gibt nicht „Die Kinesiologie“!

Kinesiologische Vorgehensweisen und Anwendungstechniken können von verschiedenen Zielgruppen in verschiedenen Berufen und Tätigkeitsfeldern eingesetzt werden. Neben dem Einsatz innerhalb der Heilkunde, der in Deutschland Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten ist, finden kinesiologische Techniken auch Anwendung in verschiedenen körperorientierten Berufen wie z.B. in der Physiotherapie. Andere Bereiche sind die allgemeine Lebens- und Stressberatung, der Bereich der Psychologie und Psychosomatik und der Bereich des Lernens und der Lernförderung.

Um dem Einsatz der Methode in den oben genannten Berufsfeldern außerhalb der Heilkunde einen Rahmen zu geben, hat sich in den letzten Jahren das Berufsbild des begleitend arbeitenden Kinesiologen („Begleitende/r Kinesiologe/in“) herausgebildet.

Die Anwendung innerhalb der Heilkunde benötigt keine besondere neue Namensgebung – der Heilpraktiker kann die Methoden, auf die er sich spezialisiert hat, als Zusatz zu seiner Berufsbezeichnung angeben.

Wegen der fehlenden staatlichen Anerkennung empfehlen wir, langfristig die Heilpraktikerprüfung zu machen. Heilpraktiker können Ihre Leistungen nach Gebührenziffern abrechnen, sodass Patienten mit privater Krankenversicherung und auch Beamte die Behandlungskosten in der Regel ganz oder zum größten Teil erstattet bekommen.

So ist es viel einfacher einen Klientenstamm zu bekommen, als bei einer Tätigkeit als Begleitende/r Kinesiologe/in. Auch rechtlich hat ein Heilpraktiker wesentlich mehr Freiheiten bei der Auswahl seiner Methoden.